So hat 2024 begonnen: Immobilienpreise Schweiz in der Rückschau.

2023 – das Jahr, in dem die Immobilienpreise Schweiz ihren Höhepunkt erreichten. Erfahren Sie, wie sich der Markt Anfang 2024 weiterentwickelte und welche Trends und Preisbewegungen bei Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen in verschiedenen Regionen auftraten.

Darstellungen Kosten für Wohneigentum

Der Anstieg des Wohnimmobilienpreisindex (IMPI) verdeutlicht: Der Immobilienmarkt hat in den letzten Jahren signifikante Veränderungen erfahren. So stiegen die Immobilienpreise in der Schweiz seit 2017 kontinuierlich, wobei verschiedene Immobilientypen unterschiedliche Entwicklungen und Höhepunkte verzeichneten. Die Preise für Einfamilienhäuser zeigten die stärkste Zunahme und erreichten ihren Höhepunkt 2022 mit einem IMPI von 118,1 – im Vergleich dazu, 2017 lag der Index noch bei 89,7. Eigentumswohnungen dagegen wiesen eine etwas geringere Steigerung auf, erreichten aber ebenfalls beachtliche Höchststände. Der IMPI für Eigentumswohnungen stieg von einem Indexwert von 92,4 im Jahr 2017 auf seinen Höhepunkt von 117 im Jahr 2023.

Insgesamt lässt sich feststellen, dass der Gesamtindex für Wohneigentum eine deutliche Aufwärtsentwicklung verzeichnet hat, mit einem Höhepunkt von 117,5 im Jahr 2023. Nach diesen Höchstständen zeigen die Immobilienpreise in der Schweiz aktuell jedoch Anzeichen einer Stabilisierung. Das Jahr 2024 begann für den Schweizer Immobilienmarkt insgesamt mit einer spürbaren Beruhigung der Preise. Dieser Trend variiert jedoch je nach Region und Immobilientyp. In unserem Rückblick wollen wir genauer beleuchten, wie sich das Jahr 2024 in verschiedenen Regionen und für unterschiedliche Immobilientypen entwickelt hat, um aufzuzeigen, wo und für welche Immobilientypen sich die Preise wie verändert haben.

Immobilienpreise Schweiz: Ein kurzer Rückblick auf das Ende von 2023

Ende 2023 erreichte der Gesamtindex für Wohneigentum in der Schweiz einen Höhepunkt von 117. Sowohl Eigentumswohnungen als auch Einfamilienhäuser erlebten im Laufe des Jahres im gesamtschweizerischen Raum anhaltende Preissteigerungen. Betrachtet man die Entwicklungen jedoch genauer in spezifischen Regionen und bei unterschiedlichen Immobilientypen, zeigen sich variierende Trends.

Schweizweit stiegen die Preise für Einfamilienhäuser beständig an. In städtischen Gemeinden mit mittelgroßen Agglomerationen, wie zum Beispiel St.Gallen, verzeichneten Einfamilienhäuser zunächst eine Preissteigerung, gefolgt von einem Rückgang im letzten Quartal. In kleineren städtischen Gemeinden wie Frauenfeld, Kreuzlingen, Sargans und Amriswil oder solchen außerhalb einer Agglomeration, verzeichneten Einfamilienhäuser hingegen nach dem Höhepunkt im Jahr 2022 einen Preisrückgang über das Jahr hinweg.

Auch die Preise für Eigentumswohnungen stiegen schweizweit kontinuierlich. In städtischen Gemeinden mit mittelgroßen Agglomerationen schwankten die Preise für Eigentumswohnungen im Jahresverlauf, endeten jedoch mit einem Anstieg. In kleineren städtischen Gemeinden oder solchen außerhalb einer Agglomeration, stiegen die Preise für Eigentumswohnungen moderat zu Beginn des Jahres und erlebten gegen Ende des Jahres einen starken Anstieg.

Schweiz gesamt:

  • Indexwert Q4 2023: 118

  • Entwicklung: Im Jahr 2023 zeigten die Preise für Einfamilienhäuser in der Schweiz einen kontinuierlichen Anstieg, der im letzten Quartal einen Höhepunkt erreichte.

Städtische Gemeinden mit mittelgroßen Agglomerationen: 

  • Indexwert Q4 2023: 115,9

  • Entwicklung: Während der Immobilienpreisindex in den ersten 3 Quartalen kontinuierlich anstiegen, lässt sich zum Ende des Jahres ein signifikanter Abfall erkennen von 118,3 auf einen Index-Wert von 115,9

Städtische Gemeinde einer kleinen oder außerhalb einer Agglomeration: 

  • Indexwert Q4 203: 116,5

  • Entwicklung: Im Gegensatz zu städtischen Gemeinden wie St. Gallen zeichnet sich die Entwicklung der Immobilienpreise für Einfamilienhäuser in kleineren städtischen Gemeinden oder außerhalb einer Agglomeration durch einen starken Abfall im Jahr 2023 aus. 

Schweiz gesamt:

  • Indexwert Q4 2023: 118

  • Entwicklung: Im Jahr 2023 zeigten die Imobilienpreise für Einfamilienhäuser in der Schweiz einen kontinuierlichen Anstieg, der im letzten Quartal einen Höhepunkt erreichte.

Städtische Gemeinden mit mittelgroßen Agglomerationen: 

  • Indexwert Q4 2023: 115,9

  • Entwicklung: Während der Immobilienpreisindex in den ersten 3 Quartalen kontinuierlich anstiegen, lässt sich zum Ende des Jahres ein signifikanter Abfall erkennen von 118,3 auf einen Index-Wert von 115,9

Städtische Gemeinde einer kleinen oder außerhalb einer Agglomeration: 

  • Indexwert Q4 203: 116,5

  • Entwicklung: Im Gegensatz zu städtischen Gemeinden wie St. Gallen zeichnet sich die Entwicklung der Immobilienpreise für Einfamilienhäuser in kleineren städtischen Gemeinden oder außerhalb einer Agglomeration durch einen starken Abfall im Jahr 2023 aus. 

Schweiz gesamt: 

  • Indexwert Q4 2023: 117

  • Entwicklung: Im Verlauf des Jahres 2023 zeigten die Preise für Eigentumswohnungen in der Schweiz eine kontinuierliche Aufwärtsentwicklung. Nach einem stetigen Anstieg über das Jahr erreichte der Index seinen Höhepunkt im letzten Quartal. 

Städtische Gemeinden mit mittelgroßen Agglomerationen: 

  • Indexwert Q4 2023: 113,8

  • Entwicklung: Über das Jahr gesehen erlebten die Preise für Eigentumswohnungen in städtischen Gebieten wie St. Gallen ein Auf und Ab. Das Jahr begann mit einem steilen Anstieg der Preise für Eigentumswohnungen, der von einem Rückgang abgelöst wurde. Gegen Jahresende stiegen die Preise wieder an, was den zyklischen Preisverlauf innerhalb des Jahres verdeutlicht.

Städtische Gemeinde einer kleinen oder außerhalb einer Agglomeration: 

  • Indexwert Q4 2023: 116,5

  • Entwicklung: In kleineren städtischen Gemeinden startete das Jahr 2023 einer gemäßigten Preissteigerung für Eigentumswohnungen nach einem mit einem kurzzeitigen Preisrückgang Ende 2022. Gegen Ende des Jahres war jedoch ein starker Preisanstieg von einem Indexwert von 111,4 auf 116,5 im vierten Quartal zu verzeichnen.

Immobilienpreise Schweiz: Wie ging es 2024 weiter?

Nachdem das Jahr 2023 mit Höchstständen und dynamischen Entwicklungen auf dem schweizerischen Immobilienmarkt abgeschlossen wurde, stellt sich die Frage, wie es im darauffolgenden Jahr weiterging. Wurden die Aufwärtstrends beibehalten? Stabilisierten sich die Preise? Oder traten neue Herausforderungen und Veränderungen auf? Ein Blick auf die Preisentwicklung für Wohneigentum insgesamt, Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser in verschiedenen Regionen der Schweiz bietet Aufschluss darüber, welche Richtung der Markt im Jahr 2024 einschlug.

Immobilienpreise Schweiz: Wohneigentum insgesamt

Zu Beginn des Jahres 2024 zeigen die Immobilienpreise für Wohneigentum insgesamt in der Schweiz ein gemischtes Bild. Während in einigen Regionen eine Stabilisierung zu beobachten ist, verzeichneten andere Gebiete leichte Rückgänge oder moderate Anstiege.

  • Schweiz gesamt: Im ersten Quartal 2024 sanken die Preise für Wohneigentum insgesamt in der Schweiz um 1,0% im Vergleich zum vierten Quartal 2023. Dieser Rückgang deutet auf eine leichte Abkühlung des Marktes, nach den stabilen bis steigenden Preisen des Vorjahres hin.

  • Städtische Gemeinden mit mittelgroßen Agglomerationen: In städtischen Gemeinden mittlerer Größe, zu denen auch St. Gallen gehört, verzeichneten die Preise für Wohneigentum insgesamt im ersten Quartal 2024 einen moderaten Anstieg von 0,5% im Vergleich zum vierten Quartal 2023. 

  • Städtische Gemeinde einer kleinen oder außerhalb einer Agglomeration: Kleinere städtische Gemeinden Frauenfeld, Kreuzlingen, Sargans und Amriswil oder solche außerhalb von Agglomerationen erlebten im ersten Quartal 2024 einen Anstieg der Preise für Wohneigentum insgesamt um 1,0% im Vergleich zum vierten Quartal 2023.

Wohnungen und Häuser in Schweizer Stadt
Kleines Einfamilienhaus

Immobilienpreise Schweiz: Einfamilienhäuser

Im Vergleich zum Wohneigentum insgesamt zeigt die Preisentwicklung bei den Einfamilienhäusern im ersten Quartal 2024 ein deutlich differenzierteres Bild. Während die Preise für Wohneigentum insgesamt stabil blieben oder leicht sanken, stiegen die Preise für Einfamilienhäuser in einigen Regionen deutlich an. Insbesondere in kleineren städtischen Gemeinden oder außerhalb der Agglomerationen war ein starker Anstieg zu verzeichnen. Diese Unterschiede verdeutlichen die unterschiedlichen Nachfragedynamiken und Marktbedingungen für Einfamilienhäuser im Vergleich zum Wohneigentum insgesamt.

  • Schweiz gesamt: Im ersten Quartal 2024 zeigten die Preise für Einfamilienhäuser einen leichten Rückgang von 0,7% im Vergleich zum vierten Quartal 2023. Dieser Rückgang markiert eine Abweichung vom vorherigen kontinuierlichen Aufwärtstrend, der im Jahr 2023 zu beobachten war. 

  • Städtische Gemeinden mit mittelgroßen Agglomerationen: In den mittelgrossen städtischen Gemeinden, zu denen auch St. Gallen gehört, sind die Preise für Einfamilienhäuser im ersten Quartal 2024 im Vergleich zum vierten Quartal 2023 moderat um 0,6% gestiegen.

  • Städtische Gemeinde einer kleinen oder außerhalb einer Agglomeration: Kleinere städtische Gemeinden oder solche außerhalb von Agglomerationen verzeichneten einen signifikanten Preisanstieg bei Einfamilienhäusern von 4,6% im ersten Quartal 2024 im Vergleich zum vierten Quartal 2023. Dieser starke Anstieg deutet auf eine hohe Nachfrage hin, die unter anderem durch eine verstärkte Abwanderung aus den größeren städtischen Zentren und eine zunehmende Attraktivität dieser Gebiete getrieben wird. 

Immobilienpreise Schweiz: Eigentumswohnungen

Die Preisentwicklungen im ersten Quartal 2024 für Eigentumswohnungen zeigen ein differenziertes Bild im Vergleich zu Einfamilienhäusern und Wohneigentum insgesamt. Während die Preise für Einfamilienhäuser und Wohneigentum insgesamt gesamtschweizerisch weniger starke Rückgänge oder sogar leichte bis starke Anstiege verzeichneten, sanken die Preise für Eigentumswohnungen erheblich. Auch hier zeigen sich bei den aktuellen Entwicklungen regionale Unterschiede:

  • Schweiz insgesamt: Im ersten Quartal 2024 sind die Preise für Eigentumswohnungen in der Schweiz im Vergleich zum vierten Quartal 2023 um 1,3% gesunken, was im Vergleich zu den anderen Wohneigentumskategorien den stärksten Rückgang darstellt und auf eine allgemeine Abkühlung des Marktes für Eigentumswohnungen hindeutet.

  • Städtische Gemeinden mit mittelgroßen Agglomerationen: In den mittelgrossen städtischen Gemeinden wie St. Gallen sind die Preise für Eigentumswohnungen im ersten Quartal 2024 im Vergleich zum vierten Quartal 2023 moderat um 0,5 Prozent gestiegen.

  • Städtische Gemeinde einer kleinen oder außerhalb einer Agglomeration: Kleinere städtische Gemeinden oder solche außerhalb von Agglomerationen erlebten im ersten Quartal 2024 einen deutlichen Preisrückgang bei Eigentumswohnungen von 1,6% im Vergleich zum vierten Quartal 2023. Dieser Rückgang ist der größte im Vergleich zu anderen Regionen und Kategorien und deutet auf eine mögliche Verschiebung der Nachfrage oder Veränderungen im Angebot in diesen Gebieten hin.

Gebäude mit Eigentumswohnungen in der Schweiz

2024 - Mein Jahr um zu investieren?

Wie sich gezeigt hat, startete das Jahr mit unterschiedlichen Entwicklungen auf dem Immobilienmarkt. Die ständig wechselnden Bedingungen und komplexen Trends machen es für viele potenzielle Investoren und Käufer schwierig, den Überblick zu behalten und fundierte Entscheidungen zu treffen. Angesichts der undurchsichtigen Marktlage ist es entscheidend, einen erfahrenen Partner an der Seite zu haben.

Goldinger steht Ihnen mit umfassender Marktkenntnis und individueller Beratung zur Seite. Vertrauen Sie auf unsere Expertise und lassen Sie sich bei der Entscheidungsfindung unterstützen.


Fazit: Signifikante Entwicklungen der Immobilienpreise in der Schweiz im ersten Quartal 2024

Das Jahr 2024 begann demnach mit unterschiedlichen Entwicklungen auf dem Schweizer Immobilienmarkt, je nach Region und Immobilientyp. Insgesamt gab es eine leichte Abkühlung des Marktes, was auf eine Stabilisierung nach den starken Preisanstiegen des Vorjahres hindeutet. Hier sind die signifikantesten Trends:

  • Stärkste Preissteigerungen: Einfamilienhäuser in kleineren städtischen Gemeinden oder außerhalb von Agglomerationen: Diese verzeichneten die stärksten Preissteigerungen. Ein deutlicher Anstieg zeigt eine hohe Nachfrage in diesen Gebieten, möglicherweise aufgrund einer verstärkten Abwanderung aus den größeren Städten und einer zunehmenden Attraktivität dieser Regionen.

  • Stärkste Preisrückgänge: Eigentumswohnungen in kleineren städtischen Gemeinden oder außerhalb von Agglomerationen: Auch in diesen Gebieten gingen die Preise spürbar zurück. Diese Entwicklung deutet auf eine mögliche Verschiebung der Nachfrage oder Veränderungen im Angebot hin.